Esti Kenan Ofri
Die Sängerin, Tänzerin und Komponistin wurde in Italien geboren und wuchs in Isarel auf, wo sie heute noch lebt.

Sie gilt als eine der profiliertesten Interpreten sephardischer (jüdisch-spanischer) Musiktradition sowie, nach einem Studium klassischer arabischer Musik bei Shlomo Ziv-Li, auch der jemenitischen und arabischen Folklore.

Die Intensität ihres ausdrucksvollen, außergewöhnlich tief liegenden Kontra-Alts, ihre spirituelle Interpretation und intensive Darstellung, die bewußt auf artifizielle Überhöhung verzichtet und dadurch immer authentisch bleibt, hat viele namhafte Komponisten angeregt, speziell für sie zu schreiben.

So komponierte Luciane Berio  für sie  „Ofarim“, das sie u.a. auch mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado in Berlin sang. Fabio Vacchi schrieb für sie die Hauptrolle seiner Oper „Il Vaggio“(1990 Bologna).
1992 sang sie zusammen mit Placido Domingo und dem Israel Symphonic Orchestra unter Zubin Mehta „Passion Sefaradi“, ein Werk des bekanntesten zeitgenössischen israelischen Komponisten Noam Sherif.

Weitere Werke komponierten Andrei Hajdu, Betty Olivero, Oded Zehavi, Piris Eliyahu, Netta Aloni, Mark Kopitman and Israel Borochov.

Das Museum der Jüdischen Diaspora produzierte mit ihr eine CD mit judeo-spanischen Liedern, die speziell für sie arrangiert und komponiert wurden („Juego de Siempre“, Musik von Betty Olivero und Oded Zehavi).

1994 gründete sie zusammen mit dem Drummer und Perkussionisten Oren Fried das Duo „Kol Tof“, das seither Gast zahlreicher Festivals in Europa war, u.a. auch bei den Feiern zum 50. Jahrestag der UNESCO in Paris.

Vor einigen Jahren wurde das Duo um den marokkanischen Oud-Spieler Armond Sabach erweitert.
Das so entstandenene Trio „Kol Oud Tof“  widmet sich der Interpretation der auf den sepharadischen Liedern aufbauenden und um arabische Texte, Instrumente und Stilelemente erweiterten musikalischen Traditionen der nordafrikanischen, speziell der marokkanischen Juden.


Oren Fried
Der in Jerusalem geborene und aufgewachsene Drummer und Percussionist lernte sein Handwerk 
bei Meistern seines Fachs und ist in vielen Ländern und Stilen zuhause.

In Jerusalem studierte er bei Jarry Garval
an der Rubin Academy of Music und in  New York bei Frankie Malabe (Latin percussion). Er spielte mit John Sherman’s Zydeco Band, Sam Bennets “Chunk”und der griechischen Psychodelic Funk Band “Anabubula”.
Für das Israel Festival
2000 führte er zusammen mit dem Sänger  Alim Kassimov Werke von Piris Eliyahu auf.

Heute arbeitet er neben Esti Kenan Ofri auch mit der israelischen Sängerin Meira Asher und mit Jeremy Arvis (afrikanische Musik) und Ilana Eliyah (kurdische Musik).


Armand Sabach
entstammt einer jüdisch-marokkanischen Familie und wurde in Marokko geboren, wo er schon als Kind in die Traditionen arabischer Musikinstrumente, speziell der arabischen Laute Oud und der Percussionsinstrumente eingeführt wurde.

Nach seinem Studium an der Robin Academy of Music in Jerusalem, leitete er eine Gruppe marokkanisch-jüdischer Musiker.

Seit 1995 schreibt er auch für die Sängerin Ilana Eliya und das auf kurdische Musik spezialisierte Ensemble Jabalio und tritt mit ihnen auf.
Darüber hinaus leitet er das Ensemble „My Heart Goes East“, das traditionelle arabische Musik spielt.

Seit einigen Jahren arbeitet er intensiv mit Esti Kenan Ofri und Oren Freed im Trio „Kol Oud Tof“, das sein einzigartiges Repertoire wiederentdeckter, teilweise verloren geglaubter Lieder nicht unwesentlich seiner engagierten Spurensuche verdankt.